Junge Frau
15 Feb

Ernährung erzeugt Lebensfreude


Sind Sie sauer? Der moderne Alltag erhöht den Säurespiegel des Körpers und lange Zeit bleibt dieser Zustand unbemerkt, weil es keine klaren Symptome für die Übersäuerung gibt. Erst im fortgeschrittenen Alter oder wenn andere Krankheiten Ihren Körper fordern bemerken Sie die Beeinträchtigungen, die mit der chronischen, metabolischen Acidose („cmA“) einhergehen: Neigung zu Krämpfen, Bewegungsstörungen, Herzbeschwerden, Abbau von Muskel- und Knochenmasse, Osteoporose und Nierensteine sind mögliche Wirkungen einer chronischen Übersäuerung.

Alles Leben ist Chemie

Regelmäßiger Fleisch-, Alkohol- und Nikotingenuss, Stress, Bewegungs- und Flüssigkeitsmangel sind die bekanntesten Ursachen der Übersäuerung. Der Körper setzt gegen einen zu hohen Säurespiegel zwei Mittel ein: 90% der Säuren werden zu Kohlendioxid gewandelt und über die Lunge abgeatmet, die restlichen 10% der Säuren werden durch die Nieren ausgefiltert oder über die Haut mit dem Schweiß ausgeschieden. Damit wird das Gesamtbild verständlich: trinken Sie zu wenig, können die Nieren nicht die volle Leistung bringen und die Schweißproduktion wird gehemmt. Machen Sie zu wenig Bewegung an frischer Luft, kann nicht genug Säure abgeatmet werden, weniger Schweiß wird gebildet und die Nieren werden stärker gefordert. Essen Sie zu viel Fleisch, steigt der Säurespiegel, Alkohol beeinträchtigt die Nieren- und Nikotin die Lungenfunktion. Gelangt der Körper an seine Grenzen, holt er sich für den Säureausgleich nötige Spurenelemente und Calzium aus den Knochen-, den Muskel- und den Nervenzellen und die Folge sind "Zivilisations-Krankheiten".

Kommen Sie in Bewegung

Die Empfehlungen für eine bewusste Lebensführung ergeben sich wie von selbst: machen Sie regelmäßig, am besten täglich, Bewegung an frischer Luft. Ob Sie morgens und abends am offenen Fenster Knie- und Rumpfbeugen machen, mit dem Hund spazieren gehen oder mit dem Rad durch die Grünzonen streifen: Hauptsache, Sie bleiben in Bewegung, denn das hilft Ihrem Körper beim Ausscheiden der Säure über die Lunge und über die Haut. Jeder Schritt erhöht Ihre Ausdauer, Ihre Beweglichkeit und Ihr Atemvolumen. Ihre Muskeln werden gekräftigt und der gesamte Stoffwechsel kommt in Schwung. Aber übertreiben Sie nicht: wenn Bewegung den Charakter von Leistungssport annimmt, wird sie zum Stress und das fördert wieder die Übersäuerung.

Viel trinken und leicht essen

Um Ihren Nieren bei der Arbeit zu helfen, sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Drei Liter sollten es pro Tag sein, wobei in Gemüse viel Flüssigkeit enthalten ist. Mittags eine Suppe vor dem Hauptgang, Früchte- und Kräutertees, Obst als Snack zwischendurch: drei Liter Flüssigkeit schmecken einfach großartig. Die Vorteile dieser basischen Ernährung spüren Sie in kurzer Zeit: Sie legen an Muskelmasse zu, das Osteoporose-Risiko sinkt und Sie fühlen sich fit und leistungsfähig. Um den Säurehaushalt Ihres Körpers zu unterstützen, können Sie mit basischen Wickeln die Ausscheidung über die Haut verbessern und durch die Einnahme von basischen Nahrungsergänzungsmitteln Ihrem Körper den Ausgleich des Säurehaushalts erleichtern. Bei der Ernährung sollten Sie „Grünes“ bevorzugen: Kartoffel, Obst, Gemüse und Vollkorn-Getreide sind die beste Basis Ihrer Ernährung. Der Sonntagsbraten ist kein Problem, aber das tägliche Würstchen, der Burger, die Curry-Wurst und der Fleischaufstrich fordern den Stoffwechsel Ihres Körpers, bis die chronische Übersäuerung zu echten Beschwerden führt.

Foto: © Dalila Dalprat @ Pexels